Dienstag, 20. Juni 2017

Monteverde...

...zum 3. Mal war ich jetzt hier und weil es mir die ersten beiden Male so gefallen hat und weil es schlichtweg ein Muss Costas ist wollte ich Marleen diese Gegend zeigen. Es gibt hier einen der wenigen noch existierenden Nebelregnwälder der Welt. In den Bergen und an der Wetterscheide zwischen karibischer und pazifischer Seite ist es hier fast immer feucht, neblig und als Folge dessen eben auch grün und sehr reich an Fauna und Flora. Wir haben hier eine Hängebrückenwanderung durch den Wald und die Baumgipfel gemacht, sind mit einem Guide durch den nächtlichen Dschungel gewandert - Skorpione, Riesenstabschrecken und eine Fledermaus beim speisen gesehn - und haben die netten Leute genossen und ein Fledermaushaus besucht. Die kühle Luft hier und die ruhige Lage haben uns obendrein noch einen herrlichen Nachtschlaf beschert und Marleen war froh, dass ich mit ihr nochmals hier hergekommen bin. Unser nächstes Ziel war Montezuma, ein kleines abgeschiedenes Dörfchen ganz im Westen auf einer Halbinsel gelegen und ob der vielen Hippies hier und der schönen Strände und abgelegenen kleineen Buchten und der entsprechenden Kifferkumunen auch als Montefuma bezeichnet. Abgesehn davon, dass es hier halt ständig Westler zu sehen gibt und überall Quarts auszuborgen sind und das winzige Dörfchen augenscheinlich nur durch den Tourismus existiert ist es wirklich nett. Die wilden schönen kleinen Strände und Buchten sind unterbrochen von felsigen Abschnitten und so wirkt alles noch ein bisschen wilder und nimmt dem ganzen das Touristrandfeeling. In die eine Richtung sind wir ein paar Stunden einsam dem Wald und den Stränden entlang zu einem Wasserfall gewandert und für die andere Richtung haben wir den Bus genommen der uns ans westlichste Zipferl gebracht hat wo sich einer der ältersten oder der älteste Nationalpark Costas befindet. Richtig schön dort und auch die 4 stündige Wanderung zu einem einsamen Strand auf unbefestigten Wegen über Schlamm und Stein war super schön. Leider bin ich nicht belohnt worden mit Tieren welche hier zuhauf vorkommen sollten. Alleine kurz vorm Zurücksein habe ich noch einen hohlen Baum entdeckt in dem Fledermäuse wohnen was mich ein bisschen zufriedengestellt hat. Es heisst zwar der weg ist das Ziel aber naja....der Weg ist auch das Ziel! Jedenfalls war Montezuma die 2x Fähre 1h und 2x Bus 2h und Umweg wert und drei bis vier Tage lassen sich hier schon verbringen. Ach ja Tiere gabs dann doch noch, nämlich um unser Hostel, wo sich diverse Affenbanden herumtreiben!!! Die Brüllaffen hört man sowieso ständig und sieht man wenn sie herunterschimpfen und die Kapuzieneräffchen sind eher leise sind aber schnell einmal zur Stelle wenn es was zu essen gibt und so habe ich meine Banana gerne mit ihnen  geteilt! Next Stop der Grenzübertritt nach Panama und der Ort Boquete in den Bergen. Von Montezuma aus haben wir die restliche Strecke bis zur Grenze in zwei Tagen Busfahrt erledigt, vorbei an der Krokodilbrücke, von deren Höhe man stets hinab auf riesige Exemplare haben kann, vorbei an den Nationalparks San Antonio und Cocovado, eine der letzten Paradiese wo man noch erhaltenen alten Regenwald sehen könnte, mit guten Chancen auf viele Tiere... darunter auch die Harpyie, den größten Raubvogel der Welt, Tarpiere und Jaguare wobwei letzterer wohl eher dem Gewinn mehrerer Lotto6er gleicht. Vorbei an diesen Parks deswegen weil wir zu unserem Schiff müssen, weil diesmal dafür einfach keine Zeit ist und auch, wenngleich kein eigentlicher Grund, diese beiden Parks recht teuer sind. Das bedeutet nur, dass wir nochmals herkommen müssen um das nachzuholen. Ein anderes mal! Bekanntlich ist aufgeschoben ja nicht aufgehoben!!!

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