So, es ist also wieder soweit,
eigentlich schon seit ungefähr zwei Wochen, dass wir wieder
zu zweit unterwegs sind.
In Lima sind mein Bruder und meine Mama zu uns gestoßen - darum gab`s dichtes Programm. Nachdem wir den beiden eineinhalb
Tage lang Lima gezeigt haben und am letzten Abend herrlichst gut und schön zu
Abend speisen waren ging es mit dem Bus in Richtung trockenen Süden und in die
kleine Oase Huacachina. Es war unser aller erste Oase und sie war im Grunde so
wie man sich eine Oase vorstellt. Eventuell abgesehen davon, dass sie nicht
hunderte km weit entfernt von der nächsten Zivilisation liegt, sondern nur ca.
5km und dass es neben dem obligatorischem Wasserbecken und den ihn umsäumenden
Palmen dort Hostels, Cafes, Restaurants und allerhand Touranbieter gab bei
denen man Buggyfahrten durch die Wüste buchen kann, was wir natürlich auch gemacht
haben. Gefragt haben wir uns allerdings warum alle Anbieter Wörter wie
„Action“, „Adrenalin“, „Rush“ und Ähnliches in Ihren Tournamen stehen hatten.
Die meisten der Touren starten um 16h und enden gegen 18h, rechtzeitig zum
Sonnenuntergang und gegen 16:03h wussten wir Nomen est Omen! Keiner von uns
hätte es für möglich gehalten, dass diese Buggys, die zwischen 6 und 14 Kunden
befördern, so abgehen können. Eine Achterbahnfahrt ist ein Scheiß dagegen.
Vollgas Düne rauf, in einer Steilkurve, knapp vor dem gefühlten Kippen, wieder Vollgas
hinunter nur um bei der nächsten Düne oben auf der anderen Seite, gefühlt
fallend, wieder hinunterzuschießen. Mörderisch! Das allgemeine Gekreische zeugte
von gemeinsamer Überraschung und so hat es uns allen in den nächsten Stunden
mehrmals den Magen ausgehoben und uns tatsächlich einen Adrenalinrausch beschert.
Wer es nicht glauben kann möge sich bei den anderen drein dies bestätigen
lassen. Zwischendurch gab es natürlich immer wieder Pausen um die Landschaft zu
genießen, Fotos zu machen und die unendlichen Dünen in sich aufzusagen, aber
auch den Sonnenuntergang zu genießen und sand-zu-boarden, wobei eigentlich auf
einem Sandboard Kopf voran liegend die Dünen hinunter zu rodeln. Richtig
gewachst wird man dabei richtig schnell und kann sich herrlichst verbrennen
wenn man mit Fingern, Füßen oder Ellenbogen zu lange Kontakt mit dem Sand hat.
Abends sind wir in den Restaurants gesessen und untertags
haben wir uns den Zugang zu einem Pool erkauft in welchem wir Cocktails und
Kaffees getrunken haben. Natürlich aber konnten Phil und ich die Dünenstadt
nicht verlassen ohne wirklich sand-geboardet zu sein. Also haben wir uns
nochmals Bretter ausgeborgt und sind die höchste Düne der Oase raufgewandert.
Tatsächlich geht man sie dabei mindestens 1,5x hinauf weil man bei jedem
Schritt auch wieder ein Stück zurück rutscht. Wenn man dann aber mal oben ist,
ist die Aussicht grandios und kann sich den Sandhaufen auch wieder
runterstürtzen. Kurz: es ist wesentlich schwerer als man, wir, dachten und hat
nur wenig mit Snowboarden zu tun. Dies ist Großteils wahrscheinlich dem
Equipment geschuldet, welches lediglich eine Bandmaterialbindung hatte sowie
dem fehlenden Belag der Bretter. Nichts desto trotz hat es Spaß gemacht und
wenn man sich den steilsten Bereich der Düne runtergetraut hat und man sich
auch wirklich weit zurück gelehnt hat und man nicht versucht hat Kurven zu
fahren dann ist richtig was abgegangen. Wer weiß, vielleicht wäre es noch
besser gegangen mit etwas Üben. Nach zweimal Düne erklimmen gabs aber einfach keine Kraft und Energie mehr
dafür. Weitere Chancen, mit angeblich professionellem Equipment warten in Chile
und Argentinien auf uns.
Nach zwei Nächten in Huacachina gings mit dem Bus wieder
weiter nach Nazca, dem Heimatort der berühmten Linien! Diese haben wir dann
auch gleich auf die einzig wahre, sich auszahlende, kommerziell angebotene Art
und Weise besucht die es gibt, nämlich mit dem Flugzeug. In einer winzigen Maschine
welche gerade einmal Platz für uns vier und die beiden Piloten hatte, haben wir
in 30 Minuten die wichtigsten Figuren und Linien überflogen. Die Information
der Piloten, dass es Mittag ist und es zu dieser Zeit die eine oder andere
Turbulenz geben kann und das aber ganz normal sei, man sich keine Sorgen machen
brauche und deswegen auch genügend Speibsackerl an Board seien hat die
wenigsten von uns beruhigt um es vorsichtig zu formulieren.
Wenngleich ich mit die berühmten Figuren und Linien, die
dadurch entstanden sind, dass die obersten, dunkleren Gesteinsschichten und
Steine im Ausmaß von wenigen Zentimetern abgetragen wurden, größer vorgestellt
habe, war es schon lange mein Wunsch, nach dem auch schon Indiana Jones von
Ihnen gesprochen hat, diese in natura zu sehen.
Nach 30 min. zurück am Boden habe ich mit Freude feststellen
dürfen, dass es mir nach Marleen am Besten ging. Mama und Phil haben ein wenig
grün ausgesehen und das erwähnte Sackerl war schon fest in Ihren Händen.
Gefallen hat es ihnen trotzdem – nach einer Zeit des Sammelns.
In Nasca gabs dann noch ein par Ausflüge zu historischen
Brunnen welche in der Präincazeit gebaut wurden und eine Buggytour die über 4
Stunden unter Vollgas durch die Wüste preschend, von uralter Sehnswürdigkeit,
wie der größten Lehmpyramide der Welt, zur nächsten.
Phil und ich waren auch nochmals Sandboarden und zwar auf
der größten Sanddüne der Welt (~2000m) und nach dreistündigem Aufstieg unter
anderem mit einer 800hm Abfahrt belohnt!
Next Stop Arequipa wo wir auf Mutters Kosten und Einladung
dann mal wieder ein einem schickeren und schöneren Hotel uns niedergelassen
haben; mit Frühstück und warmen Wasser und all diesem Luxus 😊
Von Arequipa haben wir einen schönen informativen
zweitägigen Ausflug in den Colca-Canyon gemacht, den zweittiefsten Canyon der
Welt, wenngleich wir diese Stelle, auf Grund der Abgelegeheit selbiger, leider nicht gesehn
haben. Trotzdem war es sehr cool mit dem Besuch eines 5010m hohen Passes,
heißen Quellen, Mountainbiken und natürlich der im Canyon obligatorischen
Condorsichtung – nur wenige Meter von unseren Köpfen entfernt haben sich diese
an uns vorbei in die Höhe geschraubt!
Wie bereits erwähnt hatten wir mit Mama und Phil ein volles
Programm und noch am Abend der Rückkehr aus dem Canyon gings via Nachtbus nach
Cusco der Inkahauptstadt und von dort weiter mit dem Incazug nach Machu Picchu.
Diesen wohl berühmtesten Ort Südamerikas und dem Touristenhotspot schlechthin
habe ich mir sehr schön vorgestellt und wurde dennoch überrascht. Denn trotz
der 2500 Touristen die pro Tag zu den Ruinen dürfen hat der Stadt ihre
Schönheit bewahren können. Speziell in der Morgengruppe wo die Massen erst
anfangen sich in die Stadt zu schieben wirkt der Zauber der Ruinenstadt.
Bildhübsch würde ich sagen und mit einer Ästhetik und einem magischen und
erhabenen Flair wie es schwer zu beschreiben ist, sodass man sie doch tatsächlich
gesehn haben muss.
Zurück in Cusco haben wir noch zwei Tage lange das
Nichtstun, die herrlichen frischgepressten und gemixten Säfte des Mercado
Central sowie die laut Mama und Marleen beste Cheescake der Welt gegessen –
jeden Tag mindestens einmal. Dann war es soweit, dass ich schweren Herzens
meinen Bruder wieder verabschieden musste denn dieser hatte leider nur diese
zwei Wochen Zeit während Muttern noch weitere zwei Wochen an unserer Seite blieb.
Mit ihr gings dann also am nächsten Tag an den Titikakasee,
den höchsten schiffbaren Binnensee der Welt und den größten und höchsten
Südamerikas. Dort haben wir die schwimmenden Inseln besucht, die wie seit
Ewigkeiten von den Inselbewohnern gebaut werden und noch immer bewohnt werden
mit allem was so dazu gehört, einfacher ärztlicher Versorgung, Schulen und
natürlich einem Hauplingsbau auf jeder Insel. Um diese zu bauen verwenden die
Einheimischen Unmengen an Schilf welches den See säumt und torfartige Erde
welche sie von den Ufern absägen. Man geht auf ihnen also wie auf einer
winzigen Wolke, superweich und leicht im Wasser schwankend. Um allerdings nicht
abzudriften und nach einiger Zeit in Bolivien zu enden, die Grenze zwischen
Bolivien und Peru läuft nämlich durch den See, sind die Inseln im Boden
oder Ufer verankert.
Auf bolivianischer Seite des Sees haben wir dann noch die
Sonneninsel besucht, den Geburtsort der ersten beiden Inca(geschwister) und von wo aus diese ihr
riesiges Reich ausbauten und ihre Kultur entwickelten. Nähere Informationen hierzu
gibt es gerne auf Anfrage! Auf der Insel waren wir zwei Tage und haben dabei die unendliche Ruhe
dieser heiligen Insel genossen. Keine Autos,
keine Straßen, nur Wanderwege und Esel die einen abknutschen.
Im Anschluß an die Insel dann also wie üblich mit dem Bus
weiter, über die Grenze nach Bolivien und nach La Paz, dem, wie ich glaube
schon mal erwähnt zu haben, höchsten Regierungssitz der Welt – die Hauptstadt
ist Sucre. La Paz ist laut, stinkig, hektisch, ungefählich!, und hat nichts
desto trotz ihren Charm. Sie liegt zwischen 3300 und 3800m in einem relativ
engen Tal und wohin man auch schaut man sieht nur rote Häusermeere, denn das
Verkleiden der Ziegelwände ist hier ein Luxus den sich nur die allerwenigsten
leisten können. Auch sieht man wenn man den Kopf ein wenig hebt sehr oft
altbekanntes, nämlich Gondeln von Doppelmayr. Letztere dürften sich einen Haxn
ausfreuen ob ihrer Bautätigkeit hier. Zur Zeit sind 5 Linien in Betrieb, 7
weitere befinden sich in Bau, alles vom feinsten und neuersten, und ersetzten
hier quasi ein U-Bahnnetz. In grellen, leuchtenden Farben ziehren sie das
Stadtbild, bieten bei einer Fahrt unglaubliche Aussichten über die Stadt und
sind sie der Grund warum sich ausergewöhnlich viele deutschsprechende Menschen
in der Stadt befinden.
Die letzten Tage von Mamas Reise bei uns haben wir in
Coroico verbracht, einem kleinen verschlafenen Dorf, 3 Autostunden entfernt am
Ende der alten gefährlichsten Straße der Welt, auf welche wir nochmals zu
sprechen kommen werden.
In Coroico, dem ältesten Touristenort Boliviens, haben wir
nichts gemacht, Karten gespielt, Wasserfälle gesucht, Wasserbecken gefunden,
Wanderungen unternommen, Hundefreundschaften geschlossen, Zip-geleint, Cafe
getrunken und was sonst noch alles so getan werden kann in einem Ort von dem
gesagt wird, dass er zum Entspannen einlädt.
Zurück in La Paz: die tatsächlich letzten beiden Abende mit
Mama haben wir wie folgt verbracht:
Marleen und ich waren House-runnen, sprich angeseilt, laufend
und springend die Hotelwand des 25 stöckigen Hotels hinunter, natürlich
in entsprechendem Outfit. Mama hatte sich leider nicht überreden lassen, obwohl
sie vor der Reise großspurig angekündigt hat alles ausprobieren zu wollen was
sich ihr bietet (Meerschweinchen hat sie
sich übrigens auch geweigert zu essen). Dananch gings in DEN Lokaltip von La
Paz, ein veganes topchices absolut stylisches Restaurant in dem ein 7-gängiges
Überraschungsmenü serviert wird. Wir wurden nicht enttäuscht und es war ein gar
köstliche-schöner Abend!
Am allerletzten gemeinsamen Abend gings nach El Alto, je
nach Sichtweise der höchstgelegene Teil von La Paz aber eigentlich eine
eingenständige Stadt. Dort sollte uns ein grandioses jeglicher Beschreibung
spottendes Ereignis erwarten: Cholita Frauen Wrestling! (Cholitas werden die Frauen mit indigener Abstammung und dementsprechend traditionelle Kleidung genannt)
Man siehe selbst:
Es war soweit und wir haben meine Mama am Flughafen
gebracht. Nach vier Wochen war es auch für sie wieder Zeit ihre Heimreise
anzutreten.
DANKE an Mama und Phil dass ihr mich und uns besucht habt!
Ich und wir haben uns sehr darüber gefreut und wir hoffen ihr hattet eine coole
Zeit hier und mit uns und wurdet nicht enttäuscht.
Für Marlen und mich war die La Paz Zeit allerdings nocht
nicht vorbei… Zwei Punkte standen noch am Programm.
1.
Am 2. November die Friedhöfe in La Paz besuchen.
Wenngleich nicht ganz so spektakulär wie es in Mexiko sein soll war es doch ein
Erlebnis. Hier war kaum jemand wie eine Geist oder Skelett geschminkt, wie es
in Mexiko der Fall sein soll, aber es war eine nette Stimmung. Überall wurde
vor den Gräbern musiziert, Unmengen an Essen ausgebreitet, um mit dem
Verstorbenen zu schmausen und ihnen Kraft zu geben die Reise ins Hier und auch
wieder zurück zu bewältigen. In den Gassen vor dem Zentralfriedhof gab es
unzählige Essensstände, gute Stimmung, laute Musik und einfach massenhaft
Menschen. Irgendwie schön einen anderen Umgang mit Tod und sterben zu sehen… welchen wir im nächsten Punkt nicht wirklich ins Auge sehen mussten.
2.
„Death Road“, „Gefährlichste Straße der Welt“, „Yungas-straße“
oder „Camino de la Muerte“, diese galt es mit dem Mountainbike zu bezwingen.
Egal bei welchem Anbieter man dieses Abenteuer bucht ein Shirt sowie ein Buff
mit der Aufschrift „Überlebt“ wird einem immer versprochen, genauso wie spektakuläre
Fotos. Seit Jahren und speziell seit Monaten habe ich mich auf diese Fahrt
gefreut. 3500hm, 62km vom Altiplano auf 5000m hinuter in tropisches Gefilde auf
1500m in Coroico. Das sowie alles was man sonst noch so im Vorhinein liest oder
recherschiert sprechen für sich! Hmmmm… Im Nachhinein muss ich sagen: Enttäuschung!!!
Ich habe es mir einfach vele geiler und spektakulärer vorgestellt. Mein Fehler...
ev. ...oder aber doch nicht wenn man sich anschaut was alles erzählt und
versprochen wird. Die Wahrheit ist, dass mit wenigen Ausnahmen das ganze
Abenteuer einer Forststrßenabfahrt im Wienerwald gleicht. Natürlich gab es ein
paar coole Stellen, wo die Straße keine 2 Meter breit war und es senkrecht hinunterging
und auch die Landschaft im ersten Drittel der Abfahrt war wunderschön aber der
Großteil der Strecke war, zumindest was die unmittelbahre Nähe und eben das
fahrerisch verlangte Niveau angeht eher langweilig und kaum anderes zu
einer Wienerwaldforststraßentour. Dennoch bin ich und wir froh, dass wir die Death
Road gemacht haben. Weil erst jetzt kann ich sagen sie ist nichts besonderes, und,
dass jede andere Fahrt bis jetzt auf unserer Reise cooler und aufregender war.
Ohne diese Erfahrung würde es mich noch immer mit aller Kraft auf die Death
Road ziehen. Für euch aber sei gesagt: Keine Notwendigkeit dafür. Da gibt es
wesentlich geileres!
Nach diesen Abenteuern und Abenden haben wir dann aber
endgültig La Paz verlassen. Es ging nach Potosi und zum Cerro Rico – dem reichen
Berg. Einst dem Land und der Region auf Grund seiner schier unendlichen
Silbervorkommen unendlichen Reichtum bietend versuchen sich heute Menschen
privat vom Berg zu holen was er noch hergibt. Unter unmenschlichen Bedingungen,
welche meist früher als später das Leben der Kumpel fordert, versucht jeder
für sich seinen Unterhalt zu verdienen. Manche mit Glück und „Reichtum“ belohnt, andere
mit weniger Glück und dafür mit allen möglichen Krankheiten und Leiden. Hier
werden auch zahlreiche Touren in die Stollen angeboten bei welchen man ewig
tief durch die schrecklich kleinen, schmalen, dunklen und luftverpesteten
Stollen kriechen und sich in kleinen Körben in die Tiefe abseilen lassen kann. Auch wir
wollten anfangs eine dieser Touren besuchen haben uns schlußendlich aber doch
anders entschieden. Es kommt nämlich mehr einem Sightseeing gleich bei dem man
Zeuge wird unter welchen furchtbraren, unmenschlichen Umständen diese armen
Menschen versuchen ein bisschen Geld zu verdienen. Das wollten wir dann nicht
und so haben wir die Minen nur von außen besucht und sind dort selbsständig ein
bisschen herumspaziert. Das zweite Highlight das Potosi, für uns, zu bieten hat ist der
Mienenmarkt, den wir allerdings leider verpasst haben. Hier kann man bis heute, wahrscheinlich der einzige Ort der Welt, neben den gängigen Utensilien die man so als
Minenarbeiter braucht auch Dynamit kaufen! Schade denn das wäre eine coole
Silvestergeschichte geworden. Oft wird hier Dynamit von Touristen gekauft und dann
irgendwelchen Minenarbeitern geschenkt. Die können es brauchen und haben oft
nicht genug Geld um sich welches zu kaufen.
Sucre – die weiße Hauptstadt Boliviens. Tatsächlich sind
hier alle Häuser weiß, sauber und schön. Das war es dann aber auch schon. Wie oder
warum diese Stadt Hauptstadt ist oder sein kann wissen wir nicht. Nicht größer
als ein großes Dorf, mit einem schönen Hauptplatz in der Mitte und ein paar Cafes
rundherum. Mehr gibt es hier nicht. Marleen hat mich hier eingeladen auf 5 Tage Luxus
im 5-Sterne Hotel. Eine kleine Suite mit riesigem Bett, Badewanne,
Schreibtisch und …eine Suite eben und in einem sehr alten Kolonialhaus. Endlich
konnte sich Marleen mal wie ein echtes Kolonialfräulein fühlen und ich war der
dreckige Stallbursche, oder so ähnlich.
Wir nähern uns den letzten Highlights Boliviens aber für uns
mit Abstand den größten, und wahrscheinlich abgesehen von den bolivianschen
Regenwäldern und dem Dschungel, von dem aber kaum ein Tourist Notiz nimmt, DEM
Reisehighlight Boliviens: Die Gegend und die Nationalparks um die größte Salzebene
der Welt der Salar de Uyuni! Ein MUSS!!! Mörderisch geil!!! Wir haben hier eine
4-tägige Jeepfahrt gebucht bei der man all die Highlights dieser geilen Gegend
besucht.
Bevor es aber losging haben wir noch einen ganztages Ausritt
gemacht. Endlich mal ein Pferd nach meinem Geschmack. Bei einem Mann würde man
sagen ein „Schrank“ von einem Pferd. Nicht wie die kleinen „Criollos“ die
kleinen Pferde auf denen wir bisher unterwegs waren. 7 Stunden waren wir unterwegs
und wenngleich wir immer schon wissen, dass wir unsere Körper am nächsten Tag
spüren werden haben es diese 7 Stunden mehr als sonst in sich gehabt… Abgesehn
von meinem Arsch waren es vor allem die Rückenstrecker die mich die nächsten
zwei Tage beschäftigt haben. Wenn man sich einmal keine 5 cm mehr nach vorne
beugen kann um etwas aufzuheben weil man sonst nach vorne kippt dann weiß man
wozu man sie braucht. Auf jeden Fall "Cowboy-Feeling" pur! Mit der Landschaft und den Geschichten über Goldwäscher und natürlich Butch Cassidy und seinem treuen Freund Sundance Kid, die hier ihr (aufgrund mehrerer Zugüberfälle) reiches Lebensende verbringen wollten. Die bolivianische Polizei hatte was dagegen. Angeblich wurden sie hier in Tupiza von eben diesen erschossen.
Die Tage in der Salzwüste haben mich die Schmerzen aber
meist vergessen lassen. Zu diesen vier Tagen kann man unendlich viel oder auch
nichts sagen und einfach Bilder für sich sprechen lassen was ich hier auch tun
werde denn ich denke es wird euch auch gefallen. Ich sage nur: Laguna verde,
Laguna blanca, Laguna colorada, Lamas, Vicunas, Viscachas, Volcan Lincancubur,
Hotel de Sal, Salar de Uyuni, Kaktusinsel, Vulkaninsel, heiße Quellen, Geysiere,…
um nur einige zu nennen:
Nach diesen vier Tagen sind wir dann in der Stadt Uyuni
angekommen. Hier befinden wir uns seit 3 Nächten planen, organisieren und
recherchieren unser weiters Tun. Am Sonntag geht es dann mit einem Bus 10h
lange über die Grenze in Richtung Calama, unserer ersten Stadt in Chile wo ein weiteres
großartiges Abenteuer auf uns wartet!!!! Wahnsinn…. Ich kann es eigentlich gar
nicht wirklich glauben. Als ich angefangen habe unsere Reise zu planen, und
auch schon vorher, habe ich es mir schon gedacht, und es ist tatsächlich so: je
weiter wir kommen, je weiter wir in Süden kommen, umso geiler wird es! Oh
yeahhhhh Atacama wir kommen!!!
Liebste Grüße, Küsse, Umarmungen und Gedanken an euch
daheim! Wir freuen uns immer von euch zu hören (was homöopathisch vorkommt), was ihr treibt, wie es euch
geht aber auch eure Anmerkungen zu unseren Reiseschilderungen. Selbst Fragen
beantworten wir gerne…
In diesem Sinne also nochmals
fuertes abrazos, besos y saludos
Marleen y Christian
P.S.: Allen denen dieser und die anderen Beiträge zu lange und zu ausfühlich sind sei gesagt: Schauts euch halt nur die Bilder an und lasst euch den Inhalt von anderen erzählen.





















































































hi gauchos, mountainhikers, Mountainbikers, swimmers, visitors, discoverer, Survivals, AND my Sweethearts! missing.
AntwortenLöschenso viel zu lesen, so viel erlebt, lisl hat mir sooooooooooo viel erzählt, was ich Gott sei dank in Bildern zum teil schon mitbekommen habe.
hoppalas, die gut ausgegangen sind, gutes essen und eigenartiges........, Anstrengungen, die unerwartet geschafft worden sind..und vieles mehr.
es ist wirklich unglaubSlich, wie viel ihr selbst schon gesehen habt, erlebt habt, organisiert habt......
ev. könnt ihr euch hier später mal auch beruflich austoben und leuten genau das hier zeigen.
aber lassen wir die zukunftsplanung noch weg, zu früh um daran zu denken, jedenfalls hier!
dass eine biene ein haus runter kommt, fliegend oder hüpfend kommt ja vor, aber eine kuh!! habe ich noch nie derartiges tun gesehen. sehr cowl! hihah, Wortwitz.
mindestens so lustig finde ich crisus Bemühungen einen rosthaufen zu heben. gut ding braucht weile, also vielleicht warst du Zuviel in eile!
meine lieblingsfotos habe ich euch ja schon mitgeteilt, wobei schön und cool und irre sind echt alle, aber die mit den "Spielereien" haben wenig mit Erlebnis und gegend zu tun und sind dennoch................einmalig! sehr sehr lieb. vor allem scheinen die Ideen nicht auszugehen.
unabhängig zu eurer Erzählung bin ich froh dass ihr seid wo ihr seid. zuerst das starke Erdbeben in Costa rica und in den letzten tag in Ecuador...
die menschen, die so arm sind, wie ihr beschreibt, werden leider wieder mal gefordert. snieffffffffffffff. bin trotzdem froh dass ihr nicht dort seid.
es ist schön und aufregend zugleich zu sehen und lesen wieviel man, grossteils abseits der touristenpfade sehen und erleben kann, trauriges wie schönes. eine Mischung in einem armen land, die einem wiederum, wie schon öfters erwähnt wieder erkennen lässt, WAS WICHTIG IST und was eben nicht.
da wo menschen um ihr tägliches Dasein kämpfen, und mit täglich ist täglich gemeint, da wo Tier wie mensch angewiesen sind auf das land, was es hergibt, angewiesen auf wetter und vieles andere.
schade irgendwie dass man so etwas braucht, aber als konsumverwöhnter menschen (die wir halt geworden sind) bedarf es manchmal solcher bilder um zu begreifen was gut ist, was wichtig ist, EIN FREUND! z.b., auch wenn er stachlig ist. hihihi
..die alten gleise im Canyon (oder valley?), die an Zeiten erinnern, die wir nur aus filmen kennen. Cowboys und Indianer, überfälle, reisen in die entlegensten ort der welt, die es heute so nicht mehr gibt! die Vergangenheit scheint einem ebendort hinzuziehen und einen hauch davon vermitteln wie es damals gewesen sein könnte.
toll auch eure luxusunterkunft ausnahmsweise, wobei mir lisl erzählt hat wie knapp elend und "etwas besser" nebeneinander liegen.
hier das haus mit garten und gleich daneben die baracke mit der Familie samt Baby im Morast samt totem Hund, der keinen stört.
tja das leben ist echt nicht gerecht.
es ist, aus diesem und vielen anderen gründen, ein gutes gefühl zu wissen, dass es euch gut geht, dass eure reise ist wie sie ist!
ein traum der in Erfüllung geht!
alles liebe weiterhin
michi
hallo, ihr rumreiser :-))))) ich bin noch immer im erzählfieber und schwelge noch immer in Erinnerungen - obwohl schneller wieder im alltag als mir lieb war.
AntwortenLöschenich hab soviel gesehen soviel erlebt - echt der hammer - der nächste Urlaub fürcht ich wird nicht so spannend,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,, aus tausend und einem grund, wahrscheinlich nur" Europa (Kostenfrage) kein persönliches VIP Service mit : bist du eingecremt? wieso ist der Rucksack offen, hast du genug zum trinken mit usw. .. -> schade , aber ich bin erwachsen .
das fast tgl erkunden von Busfahrten, schlafmöglichkeite ( ich dann auch im EZ !!!!) gaaaanz wichtig - weil mich Marlene sonst hassen würde ( wg dem lauten sägen ) also ich hör nie was - aber bitte) der aufwand im Internet (1x geht's dann wieder nicht) - sehr nervenaufreibend , den ich niemals ( nicht nur auf grund meiner nichtkenntnisse der unendlichen weite des möglichen im Internet ( wen man und frau weiß wies geht).
mir hts so gut gefallen, ich hätte mich in peru d.......kaufen können, was Christian mit : Mama brauchst du das wirklich !!! verhindert hat . DANKE
aber ich sitz jetzt auf den wunderschönen sitzpolsterüberzügen ,schau mir die geniale Wandteppiche an und hab meine Freude daran.
tja . in 4 Wochen ist weihnachten- mich hat die zeit nachdem ich den ganzen Oktober nicht da war wie ein komet getroffen.aber ich mag diese zeit. die Weihnachtslieder - WHAM zb, die lichter ,die punsch und christbaumstandln- herrlich.
morgen habe ich gäste und werde sie natürlich mit peruanischem essen verwöhnen, zuerst mais mit Koriander( dem FEIND von marlenchen) dann lomo saltado mit reis und Süßkartoffel und als nachspiese KEINEN Milchreis ( igitt) sondern einen nichtsüdamerikansichen pekankuchen.
ich bin heute ziemlich verschnupft,niese ständig und zwischen tausend mal schneuzen, tausendmal Händewaschen und tausenden Taschentüchern die meine küchenboden versauen - hab ich schon ein bisschen für morgen vorbereiten können.
wenn meine gäste morgen nach dem essen vom tisch bzw von den Sessel fallen sind sie entweder krank oder besoffen.
na dann - hatschi ........................... bis bald