...seit wir nach den Galapagosinseln das ecuadorianische Festland wieder betreten haben. Wir stehen kurz vor, mitten in, oder kurz nach (je nach dem wann dieser Beitrag hier fertig wird) einer 19h Busfahrt über die Grenze nach Trujillo in Peru. In einem Luxusbus, so zumindest die Ansage, mit WiFi, bequemen Liegesesseln, Strom, Entertainmentsystem, ähnlich wie im Flugzeug, und natürlich serviertem Abendessen und Frühstück.
Mit einem neuen Land vor Augen lässt sich das vorhergegangene gut und gerne Revue passieren.
Für alle diejenigen die wenig Zeit und oder Lust haben, hier weiter zu verweilen bzw. detailiertere Infos zu erhalten ganz kurz: Ecuador ein geiles Land - ähnlich wie Kolumbien, kürzere Busfahrten, etwas teurer in manchen Dingen, ähnlich freundliche Menschen und für jeden Geschmack etwas dabei.
Hier also ein paar Highlights der letzten Wochen:
Nach Galapagos und ein paar Tagen Quito gings nach Latacunga. Wenig aufregend aber dafür Ausgangspunkt für so einiges. Zuerst haben wir den Quilotoaloop besucht. Eine Runde durch andine Dörfer und Gegenden mit der Laguna Quilotoa als blau schimmerndes Highlight. Theoretisch kann man die Runde von Dorf zu Dorf in 3-5 Tagen gehen wobei man dann mehrheitlich auf der Straße unterwegs ist, wenngleich dies natürlich ob der bezaubernden Gegend wenig minder reizvoll ist. So wie auch wir allerdings, machen die meitsten Menschen die Runde mit dem Bus und zwei Tageswanderetappen. Rauf und runter auf staubigen Wegen, durch winzige kleine Dörfer die wie ausgestorben erscheinen, an Bächen und kleinen Wasserfällen vorbei geht es immer höher hinauf bis man gegen Ende des zweiten Tages die Lagune, welche einer See im Inneren eines längst erloschenen Vulkankraters ist, auf 3900m erreicht. Ein echt wunderschöner Ort! Im Ort Quilotoa haben wir dann auch noch die beste Suppe unserer bisherigen Reise gegessen. Diese, typisch für Ecuador und überall lecker und in Quilotoa speziell gut, heißt Locro de Papas und ist quasi eine Kartoffelsuppe mit Avocadostücken und Käse! Saugut und mit Hendl, Reis und Salat als Hauptspeise serviert um 4 Dollar ein richtig geiles ecuadorianisches Almuerzo! Die Runde hat uns dann also wie es Runden eben so tun wieder zurück nach Latacunga gebracht wo wir nochmals zwei Nächte verbracht haben um einen weiteren Ausflug zum Cotopaxi zu machen. Als formschöner, wie gezeichneter, Vulkankegel mit Schneehäubchen und 5800m ist er mit eines der Highligts Ecuadors. Eigentlich stand auf meiner Wunschliste ihn zu besteigen und die Aussicht auf die anderen 5000er und 6000er der Umgebung zu haben. Leider aber ist mir entgangen, dass dies ob der neuerlich anhaltenden vermehrten Aktivität seit knapp 1,5 Jahren untersagt ist und man seither nicht weiter als bis zum Refugio knapp unterhalb der Schneegrenze auf 4800m aufsteigen darf. Immerhin... haben wir uns gedacht und genau dies getan. Atemberaubende Schritte und Ausblicke waren das. Da kann ich nur sagen, dass für mich kein Strand der Welt so schön sein kann wie die Berge:
Mit einem neuen Land vor Augen lässt sich das vorhergegangene gut und gerne Revue passieren.
Für alle diejenigen die wenig Zeit und oder Lust haben, hier weiter zu verweilen bzw. detailiertere Infos zu erhalten ganz kurz: Ecuador ein geiles Land - ähnlich wie Kolumbien, kürzere Busfahrten, etwas teurer in manchen Dingen, ähnlich freundliche Menschen und für jeden Geschmack etwas dabei.
Hier also ein paar Highlights der letzten Wochen:
Nach Galapagos und ein paar Tagen Quito gings nach Latacunga. Wenig aufregend aber dafür Ausgangspunkt für so einiges. Zuerst haben wir den Quilotoaloop besucht. Eine Runde durch andine Dörfer und Gegenden mit der Laguna Quilotoa als blau schimmerndes Highlight. Theoretisch kann man die Runde von Dorf zu Dorf in 3-5 Tagen gehen wobei man dann mehrheitlich auf der Straße unterwegs ist, wenngleich dies natürlich ob der bezaubernden Gegend wenig minder reizvoll ist. So wie auch wir allerdings, machen die meitsten Menschen die Runde mit dem Bus und zwei Tageswanderetappen. Rauf und runter auf staubigen Wegen, durch winzige kleine Dörfer die wie ausgestorben erscheinen, an Bächen und kleinen Wasserfällen vorbei geht es immer höher hinauf bis man gegen Ende des zweiten Tages die Lagune, welche einer See im Inneren eines längst erloschenen Vulkankraters ist, auf 3900m erreicht. Ein echt wunderschöner Ort! Im Ort Quilotoa haben wir dann auch noch die beste Suppe unserer bisherigen Reise gegessen. Diese, typisch für Ecuador und überall lecker und in Quilotoa speziell gut, heißt Locro de Papas und ist quasi eine Kartoffelsuppe mit Avocadostücken und Käse! Saugut und mit Hendl, Reis und Salat als Hauptspeise serviert um 4 Dollar ein richtig geiles ecuadorianisches Almuerzo! Die Runde hat uns dann also wie es Runden eben so tun wieder zurück nach Latacunga gebracht wo wir nochmals zwei Nächte verbracht haben um einen weiteren Ausflug zum Cotopaxi zu machen. Als formschöner, wie gezeichneter, Vulkankegel mit Schneehäubchen und 5800m ist er mit eines der Highligts Ecuadors. Eigentlich stand auf meiner Wunschliste ihn zu besteigen und die Aussicht auf die anderen 5000er und 6000er der Umgebung zu haben. Leider aber ist mir entgangen, dass dies ob der neuerlich anhaltenden vermehrten Aktivität seit knapp 1,5 Jahren untersagt ist und man seither nicht weiter als bis zum Refugio knapp unterhalb der Schneegrenze auf 4800m aufsteigen darf. Immerhin... haben wir uns gedacht und genau dies getan. Atemberaubende Schritte und Ausblicke waren das. Da kann ich nur sagen, dass für mich kein Strand der Welt so schön sein kann wie die Berge:
Mit nur 2-3 stündigen Busfahrten von Ort zu Ort war es eine Freude in Ecuador Location zu wechseln. So sind wir dann auch nach Baños gekommen, eine kleine Stadt die auf Grund ihrer Lage, von hier geht es in 60km stets bergab an zahllosen Wasserfällen vorbei, durch Tunnel immer tiefer bis man die westlichen Ausläufer des Amazonasregenwaldes erreicht, sehr vieles bietet. Bis in den Amazonas sind wir mit unseren ausgeborgten Mountainbikes aber nicht vorgestoßen. Wir haben nur ca. die ersten 23 km davon gemacht, wo sich die meisten Aktivitäten und Wasserfälle befinden. Immer entlang eines tief ins Tal geschnittenen Flusses haben wir an dem Tag nicht nur 7 Wasserfälle besucht sondern auch Via Ziplines das Tal überquert - zumindest teilweise.... Ob ich zu schwer oder zu leicht war sei dahingestellt, jedenfalls bin ich bei meiner zweiten Fahrt 50m vorm Ende hängen gebliebenen und durfte so in perfekter Supermanstellung die Aussicht noch 10' länger bewundern, bis sich das Kind der Betreiber in einen Gurt geschmissen hat sich zu mir gehangelt hat und wir dann mit Hilfe des mitgebrachten Seils wieder an Land gezogen wurden. Und: ich habe nicht aufzahlen müssen! Noch cooler fand ich allerdings die Puente Tibitano, die tibetische Brücke, über die man hier auch gehen konnte. 600m lang und 100m über dem Tal sind das zwei Drahtseile an welchen sich in Abständen von 50-100cm Bretter zum draufsteigen befinde und links und rechts nochmals 2 Seile zum anhalten sind. Marleen wollte nicht und hat auf der anderen Seite auf mich gewartet von wo wir dann zu unserem letzten Wasserfall, dem berühmten Pailón de Diabolo, besucht haben. Ich lass dann mal wieder Fotos für sich sprechen:
Dann haben wir uns hier noch massieren lassen, waren spazieren, sind auf Riesenschaukeln geschaukelt und haben unser erstes Meerschweinchen gegessen. Man hätte noch 1000de Dinge hier tun können aber wir wollten weiter, weiter zum Chimborazo, den mit ca. 6300m höchsten Berg Ecuadors und auf Grund der elliptischen Form der Erde weitest entfernte Punkt vom Mittelpunkt der Erde und dem sonnennähesten Punkt auf dieser. Auch hier sind wir wieder zum letzten Refugio aufgestiegen bis auf 5030m. Hier gabs Schneefall, Eiszapfen, Nebel und all die schönen Dinge die es eben nicht gibt wenn es furchtbar heiß ist:) Hier merkt man dann auch schon, dass das Herzerl an bissl schneller schlägt als normal und der Kopf ein bisschen pocht wenn man sich zu schnell bewegt oder nicht genug getrunken hat. Von Refugio 1, 200m tiefer sind wir dann wieder runter und zwar mit den Mountainbikes!!! Darauf hab ich mich schon die letzten Tage gefreut! 2000hm Abfahrt bis zurück nach Riobamba wo wir in der Früh mit dem Auto gestartet sind. Runter durch Vulkansteinstaub, zw. größeren Felsen durch an Vikunjas vorbei und nach dem anfänglichen Nebel und Schneefall auf 4800m dann auch mit allergeilster Aussicht in die niederen Weiten und auch hinauf auf den Gipfel. Später dann durch hüfthohes, goldähnliches Gras immer mit dem Gipfel und seinem riesigen Eisschild im Blick. Wirklich ein mörderischer Tag, nicht nur weil Marleen sich zwischendurch mal dazu entschieden hat über den Lenker abzusteigen um zu testen ob die Schien-und Ellenbogenschoner auch ihrer Aufgabe gewachsen sind, und das mit mörderischem Panorama.
Über Alausi, einer kleinen Stadt die sich voll und ganz dem Zugtourismus verschrieben hat sind wir nach Cuenca der schönsten und drittgrößten Stadt Ecuadors aufgebrochen. Da die Tickets für die Fahrt mit dem Zug über die berühmte Nariz de Diabolo in Alausi leider ausverkauft waren, haben wir dieses Schauspiel nicht erlebt. Wenngleich ich enttäuscht war, dass diese Fahrt nur 30min. dauert, dafür aber trotzdem 32 Dollar verrechnet werden, hätte ich diese Fahrt, eine der schönsten Zugstrecken der Welt, welche auf nur 7km 500 hm überwindet und in Spitzkehrern durch Ausweich-und Umkehrgleise sich dem Abgrund hinunterwindet, gerne gemacht. Naja, ein andermal eben... ich muss ja eh nochmals herkommen für die Besteigungen von Cotopaxi, Chimborazzo und Huarez!
Cuenca hat versprochen was überall postuliert wurde. Tatsächlich ist die Stadt, zumindest das Zentrum, ein Traum, mit herrlichsten Kolonialgebäuden, gepflasterten Straßen und Bäckereien, Cafés und Restaurants die sich aneinanderreihen ohne dabei einer Kette oder westlichem Namen anzugehören oder sich fehlender Individualität und Authentizität schuldig zu machen. So haben wir hier 4 Nächte verbracht, in Cafés und Parks sitzend, von Lokal zu Bäckerei schlendernd und diese entdeckend, lesend, Spanisch lernend und einfach einmal nichts tuend. Man könnte hier gut und gerne auch noch länger bleiben um abzuschalten und gleichzeitig auch die Vorzüge einer großen, gemütlichen und offenen Stadt zu genießen. Auch diese Tage haben echt gut getan und wir haben Kraft geschöpft für unsere bisher längste Busfahrt (unseres Lebens).
Das war also Ecuador! Wie gesagt eine echt cooles Land welches trotz seiner relativen kleinen Größe im Vergleich zu seinen Nachbarn extrem viel bietet und mit Nicaragua und Kolumbien unseren bisherigen Topplatz belegt, wobei ich mir sehr sicher bin, dass Peru und Bolivien auch ganz ganz weit vorne mitmischen werden... ich habs ja immer schon gesagt: Die Anden!!!!
Chiao, adios, saludos, besos und die allerliebsten Grüße an jeden einzelnen von euch der sich auf dieses Update gefreut hat!
BUSSIS

















































Hi ihr 2 verrückten!!!
AntwortenLöschenanscheinend waren die letzten Wochen nicht nur gegendmäßig die fast schönsten, sondern auch die Erlebnisse einzigartig, lustig (im nachhinein), abenteuerlich:
die Fotos vom moutain-runter biken haben wir ja schon gesehen, dass marleen dabei aber versucht hat, und es gelungen ist!! vorne über den lenker abzusteigen wussten wir nicht. es wäre sicher einfacher gewesen , stehen zu bleiben und einfach - fuß über - absteigen. so mache ich es jedenfalls immer ! :-)) (Gott sei dank ist nichts passiert).
deine/eure Schilderungen sind echt meist so, dass man meint, man wäre fast dabei. wobei: ich war und wäre ja fast dabei!:-)
19 Busfahrt - na bumm. da brauchts viel: viel platz für die beine, mehr oder weniger - eher mehr zum essen! (Selbstversorger oder seid ihr versorgt worden), und jede menge Sitzfleisch . dies ist auch nur in einem Luxusbus möglich. aber, wenn man wirklich gut sitzt kann man kuscheln, (beobachteterweise), und faulenzen.
es kommt was kommen muss:ich wusste warum ich nicht zipgelint bin. aber, cool wie zwei seid, war das sicher echt!? "nur" genuss, die gegend von oben zu sehen oder doch auch ein bisschen bammel? hä?
auch hier ist Gott sei dank nichts passiert.
Wo engelkinder reisen.......................................
und dann noch die brücke, ich weiß vom laufen dass 600m nicht wenig sind! also lange gehen und das mit Riesenschritten und dabei bitte bitte gaaaaaaaaaaaaaaanz festhalten.
oft, merkwürdiges, aber scheinbar gutes essen! anders halt als hier (es geht nix über ein guates Brot und unsere kääääääääääääse). viel gutes Obst, was wir hier oft nicht mal kennen, und die Sachen die wir kennen werden anders angemacht. und meerschweindln werden hier gar net gegessen. wobei es ist fleisch, wenn man die Optik schafft wegzudenken, ist es sicher gut.
ich bin auch (wieder) Fleischesser geworden, aber NUR!!! 100% glückliche Viecher.
ich wünsche euch, dass ihr (seid ihr noch im bus?) gut ankommt in peru!!! ich beneide euch jetzt schon um machu picchu! z.B., werde von euren erzählungen und Fotos leben (müssen).
schöne tage, aufpassen auf einander!!!
bis zum nächsten Reisebericht bzw. Fotos wie gewohnt!
dickes Bussi
michi
ja, dann noch: cotopaxi auch seehr seehr geil! so was ist, was bleibt! im kopf und im herz -bis zum nimmerleinstag! grossartig!
AntwortenLöschenland und leute sehen, kennen lernen. ganz ganz tolle reise!
weiterhin fui spass!
michi
Ich bin sehr froh,denn mims war so lieb und hat euren Blog auch an mich weitergeleitet. So bin ich nun auch dabei und kann eure Bilder und so schön verfassten Berichte mitverfolgen.
AntwortenLöschenIch bewundere euch, da ich mir solche Abenteuer nie getraut habe bzw.die Zeit dafür gefehlt hat. Eher aber haben es die Umstände nicht zugelassen. Ich komme erst jetzt zur Erkenntnis, dass ich wichtig bin! Ziemlich spät, aber nicht zu spät. Habe mir auch die Weisheiten für den Alltag zugelegt und erkenne es ist schwierig sich um sich zu kümmern? !
Ich wünsche euch schöne Eindrücke und Erlebnisse in Peru.Denk an euch .viele Bussi aus dem Wald4tel.